AUTOGARD Sicherheitskupplungen

Sicherheitskupplungen werden immer dort verwendet, wo bewegte Massen bei plötzlichen Betriebsstörungen erhebliche Schäden anrichten können. Das sind zum Beispiel die Elektromotoren, die am Antrieb eines Doppelwellenextruders bei einer plötzlichen Blockade der Extruderschnecken, mit ihrem Massenträgheit ein Extrudergetriebe vollständig zerstören können.

Sicherheitskupplungen werden auch Drehmomentbegrenzer genannt, da sie unzulässige Drehmomentüberschreitungen zuverlässig absichern.

Neben Rutschkupplungen haben sich hier vor allem lastabwerfende Freischaltkupplungen bewährt.

 

Der Produktbereich der Sicherheitskupplungen teilt sich auf in Kompaktkupplungen Serie 400 und Serie XG sowie in Modulkupplungen Serie 820.

Die Firma AUTOGARD ist hier einer der Marktführer und hat mit der Serie 400 ein zuverlässiges Kupplungssystem geschaffen. Diese Kupplung baut sehr kompakt und ist in verschiedenen Ausführungen für ein Drehmoment bis 24860 Nm verfügbar.

Das Wirkprinzip ist einfach: Federbelastet überträgen mehrere Kugeln das Drehmoment vom Antrieb zum Abtrieb. Bei einer Überlast werden die Kugeln aus ihrem Sitz gedrückt und die Kupplung geht in den Freilauf. Die Federkraft ist linear zum übertragbaren Drehmoment und sehr genau einstellbar.

Wiedereingerastet wird die Kupplung der Serie 400 durch Umkehren der Antriebsdrehrichtung, dies kann manuell erfolgen oder auch gesteuert über den Antriebsmotor.

Kompaktkupplungen sind die oben beschriebene Serie 400 und die neue, für Extruderanwendungen optmierte Serie XG.

Typische Anwendungen sind neben Extrusionsanlage zum Beispiel Zellenradschleusen, Tunnelbohrmaschinen oder auch Schneckenpressen.

 

Für höchste Drehmomente und unterschiedlichste Anwendungen hat Autogard die Serie 800 entwickelt.

Hierbei wird das Drehmoment durch Module übertragen. Diese Module sind kalibriert auf ein bestimmtes Drehmoment und rasten dann bei Überlast ebenfalls aus. Die Kupplung geht in den Freilauf.

Eingerastet wird diese Modulkupplung manuell, indem man die Kupplungsflansche ausrichtet und mit einem Gummihammer einen Impuls auf das Modul erzeugt.

Modulkupplungen werden zum Beispiel eingesetzt an Scherenantrieben und können mit Zahnkupplungen, Gelenkwellen aber auch mit allen elastischen und drehsteifen Kupplungen kombiniert werden.

Drehmomente bis 1 Million Nm sind möglich.